INFORMATIONEN ZUR ABSAGE ALLER ÖFFENTLICHEN GOTTESDIENSTE BIS 14. APRIL IM ERZBISTUM MÜNCHEN UND FREISING

Liebe Pfarrangehörige,

viele beschäftigt schon längere Zeit die Frage: Wie wird es mit den liturgischen Feiern an Ostern sein? Leider haben wir diese Woche aus dem Erzbischöflichen Ordinariat die Nachricht erhalten, dass auch über Ostern öffentliche Gottesdienste nicht erlaubt sind; genauer: bis zum Weißen Sonntag sind weiterhin alle öffentlichen Gottesdienste untersagt. Es wird für viele völlig unvorstellbar sein, gerade das österliche Triduum nicht in gewohnter Weise in unseren eindrucksvollen Gottesdiensten zu feiern. Aber es ist uns so vorgegeben, um die Gesundheit aller unserer Mitmenschen zu schützen.

Wir werden weiterhin mit den ausliegenden Hausgottesdiensten und weiteren Zeichen zumindest das Gebet in unseren Häusern und Familien unterstützen; Sie können diese Hilfen dann zum Gebet verwenden für die Zeit, zu der die Liturgie in der Kirche in sehr einfacher Feier für alle stellvertretend gefeiert wird. Und dessen dürfen Sie sich weiterhin sicher sein: jeden Tag werde ich stellvertretend für unseren ganzen Pfarrverband in einer unserer Kirchen die hl. Messe feiern und alle unsere Gläubigen, unsere Familien und das allgemeine Wohl der Dorfgemeinschaft einschließen. Und so wird auch die Heilige Woche mit dem Österlichen Triduum (Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht) gefeiert werden – vom Pfarrer stellvertretend für alle. Aber eben: es wird gefeiert werden!

Wenn Sie unsere Kirchenglocken außerhalb des Gebetläutens läuten hören, gilt weiterhin: jetzt wird der Eucharistische Segen gespendet für unsere Dörfer und unseren Pfarrverband. Vielleicht mögen Sie zu einem kleinen Gebet innehalten.

An dieser Stelle möchte ich nun an ein weiteres Gebet erinnern: an den Rosenkranz (im Gotteslob Nr. 4 ausführlich erklärt). Außergewöhnliche Zeiten brauchen einfache Formen des Betens, die ohne zeitaufwendige Vorbereitungen und ohne komplizierte Strukturen möglich sind – kurzum: Formen, die jeder kennt und in denen man dadurch leicht und einfach auch miteinander beten kann. Auch wenn viele den Rosenkranz mittlerweile als relativ monoton und vielleicht auch manchmal als etwas langwierig empfinden mögen, ist er eine Form, wie Menschen einfach miteinander eine Gebetszeit halten können. Freilich kann man den Rosenkranz genauso auch alleine beten, wo und wann es sich gerade ergibt. Ich denke, dass unsere klassischen Gebetsformen große Hilfen sind, mit denen man dann evtl. auch persönliche Gedanken ins Gebet bringt. Wichtig erscheint mir selbst jedenfalls, sich durch Gebete (Engel des Herrn, Rosenkranz, selbstformulierte Gebete…) immer wieder mit Gott zu verbinden und so von ihm im Alltag begleitet zu werden. In so unsicheren Zeiten wie diesen brauchen wir das allemal.

Herzliche Einladung, die angebotenen Gottesdienste über die Rundfunkgeräte zu verfolgen (aus dem Münchner Dom wird z.B. täglich eine hl. Messe übertragen: www.erzbistum-muenchen.de; Pfarrer Ludwig Westermeier stellt Gottesdienste auf die Homepage der Pfarrei Kirchanschöring und YouTube) und persönlich in den jeweiligen Formen umso intensiver zu beten, auch für die von der Krankheit betroffenen Menschen. Die Kirchen sind weiterhin normal geöffnet und laden zum persönlichen, stillen Gebet ein.

Sonntags läuten die Glocken in unserem ganzen Dekanat um 10.00 Uhr und erinnern an den Gottesdienst bzw. laden alle ein, den kleinen Hausgottesdienst zu feiern oder sich an den Rundfunkgeräten mit den Übertragungen der Gottesdienste im Gebet zu verbinden.

Und nochmals die Erinnerung: Für das persönliche, stille Gebet des Einzelnen stehen unsere Kirchen offen und laden zu einem Besuch ein!

Gottes Segen Ihnen allen
Ihr Pfarrer Michael Brüderl

Weitere Informationen zum Coronavirus vom Erzbistum:
https://www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus