Weihe zum Diakon

Korbinian ThielBerichte

Am Pfingstsamstag 2017 wurden im Liebfrauendom zu München in einer festlichen Pontifikalmesse vier Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet unseres Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx zu Diakonen geweiht.

Aus unserem Pfarrverband wurde Thomas Belitzer zum Diakon geweiht. Neben ihm, der seinen Pastoralkurs im Pfarrverband Ampfing (Landkreis Mühldorf am Inn) bestritten hat, wurden geweiht:
Ferdinand Bergrab (26) aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Miesbach (Landkreis Miesbach), Pastoralkurs im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen); Markus Nappert (25) aus der Pfarrei St. Bartholomäus in Moosach (Landkreis Ebersberg), Pastoralkurs im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen (Landkreis Dachau); Frater Robin Chambannukaran (32) aus der Diözese Kerala (Indien), Mitglied im Säkularinstitut der Schönstatt-Patres.

Zahlreiche Gläubige aus den Pfarreien unseres Pfarrverbandes sind dazu mit dem Bus nach München gereist um bei der Weihe dabei zu sein, zudem durften Tachertinger Ministranten während der Messe als liturgischer Dienst dabei sein.

Während des Weihegottesdienstes knien die Weihekandidaten nicht nur vor dem Altar nieder, sondern legen sich auch mit dem ganzen Körper auf den Boden, um ihre Hingabe an Gott zu zeigen. Anschließend vollzieht der Bischof durch Handauflegung und Gebet die Weihe. Danach werden den Neugeweihten, in der Regel durch die Pfarrer ihrer Heimatgemeinden, die liturgischen Gewänder angelegt. Außerdem erhalten sie ein Evangelienbuch als Symbol für ihre Aufgabe, die Frohe Botschaft zu verkündigen.

In seiner Predigt ging Kardinal Marx auf die Gestalt des dreigestuften Amtes ein. Zum unveränderbaren Wesen des dreifachen Amtes von Diakon, Priester und Bischof in der katholischen Kirche zähle die Berufung des Amtes von Christus her: „Er gibt die Grundgestalt des Amtes vor“, so Kardinal Marx. Niemand könne Amtsträger in der Kirche werden, der nicht Christus nachfolgt. „Wie Jesus gelebt hat, so wollen auch wir versuchen zu leben“, sagte Marx. Dies beinhalte vor allem Gehorsam und die Bereitschaft, immer wieder neu aufzubrechen, „Neues zu wagen, an neue Orte zu ziehen, neuen Menschen zu begegnen und neue Sprachen zu lernen“. Es handle sich um „eine nomadische Existenz“, erläuterte der Kardinal.

„Christus zu repräsentieren ist kein Ehrenamt auf goldenen Sesseln.“

Gerade zum Amt des Diakons gehöre auch die „Hinwendung zu den Kranken, Armen, Ausgestoßenen, Schwachen“, betonte der Kardinal. Es gebe keine Nachfolge Christi und keine Gemeinschaft der Kirche „ohne Blick auf die Armen, ohne Blick auf die Peripherie“. Niemand könne „wirklich fruchtbar, segensreich Amtsträger der Kirche sein, der nicht liebt“.

Wir gratulieren Thomas Belitzer von Herzen und wünschen ihm Gottes Segen.

Die Predigt von Kardinal Marx zum Nachhören:

(Fotorechte: © 2017 – Robert Kiderle)